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Eléonore d’Olbreuse; ein ungwoehnliches Schicksal

 

Eleonore wird im Januar 1639 in Olbreuse geboren. Sie waechst sowohl im Schloss von Olbreuse als auch im Schloss Grand Breuil auf. Sie lebt in einer hugenottischen Familie ; deren Wurzeln nahezu zwei Jahrhunderte zurueckreichen.

Daraus ergeben sich tiefgehend verwurzelte Eigenschaften wie Aufrichtigkeit,Verantwortungsbewusstsein, Selbstachtung und Achtung des Anderen,Geradlinigkeit im Denken; religioese Unterweisung und Erziehung.

Wie ihre Brueder und Schwestern (drei stammen aus einer ersten Ehe ihres Vaters zwei weitere aus einer zweiten). teilt sie ihr Leben mit den Menschen im Schloss von Olbreuse.

Die engen Verbindungen mit anderen protestantischen Familien aus Mauzé; Surgères, La Rochelle….sind fruchtbar fuer Eleonore , denn ihr Vater fuehrt sie in die Gesellschaft ein. Dies vollzieht sich schon; nachdem sie Ehrendame der Herzogin vonTrémouville wird, dann Prinzessin von Tarente; deren Schwiegertochter:” Nicht allzu schoen; aber von angenehmer Gestalt und angenehmem Wesen”” von einer Schoenheit und Geisteshaltung, die weit ueber das Physische hinausgehen und jeden erfreuen, dem sie begegnet”.

Sie begleitet ihre Herrin nach Saint-Germain an den Hof Ludwig des XIV. Ihr Charme und Geist sind bemerkenswert, sie ruft aus diesem Grund sowohl Neid als auch Eifersucht hervor. Die”Schaeferin des Poitou”, der”kleine Haufen Schlamm”, solche Bemerkungen halten sie nicht von der Ueberzeugung ab; fuer eine ausserordentliche Bestimmung auserwaehlt zu sein.

Alexandre Desmier von Olbreuse; ihr Vater, stirbt am Beginn der Auswanderung der Hugenotten aus Frankreich.

Die Prinzessin von Tarente ist beunruhigt und verlaesst ihre Heimat Richtung Holland. Eléonore ist in ihrem Gefolge, in Breda werden sie von dem Landgrafen von Hessen-Kassel aufgenommen.

Im Jahr 1664 lernt Georg Wilhelm von Braunschweig, ein Abkomme der Welfen Léonore dort kennen und verliebt sich sofort in sie, er ; der bis zu diesem Augenblick die meiste Zeit an den europaeischen Hoefen und in Venedig verbrachte. :

Er zeigt wenig Interesse an Staatsgechaeften, er verzichtet sogar per Vertrag zu Gunsten seines Bruders Ernst-August;Bischof von Osnabrueck, zu heiraten. Er ueberlaesst seinem Bruder die Gueter und die Rechte,ebenso wie den moeglichen Kindern und fordert gleichzeitig die Trennung von seiner Verlobten; der Prinzessin Sophie Stuart(Tochter von FriedrichV und Elisabeth Stuart)

Der momentane Stand ist folgendermassen:

-Eléonore gibt dem Draengen ihres Liebhabers nicht nach; bevor nicht ihre Zukunft gesichert ist. Gleichzeitig macht ihr ein Bruder von Wilhelm den Hof.

-Der Unterschied des Adelsstandes zwischen dem Fraeulein von Olbreuse und dem Herzog von Braunschweig ist beachtenswert, und sie ist Hugenottin;

-Der Herzog ist durch sein Versprechen seinem Bruder gegenueber gebunden und kann sich nicht davon befreien.

Eléonore akzeptiert eine Gewissensehe, die sie1666 zur Frau von Harbourg macht und ihr finanzielle Sicherheit bringt.

Ist dies ein erster Schritt ? Der Gegenstand einer Rechnung oder das logische Ergebnis einer tiefen Liebe. Warum nicht beides?

1668 setzt Eléonore Sophie-Dorothée in die Welt ; gleichzeitig verliert sie ihren Bruder Jean mit noch nicht 20 Jahren.

Die schwierige Beziehung zu Sophie von Hanover,ihrer Schwaegerin wird unertraeglich, weil letztere befuerchtet, dass der Herzog von Braunschweig nun nicht mehr seiner Gattin oder seinen Kindern entkommt ; vor allem, weil sie selbst nach dem Koenigreich von England schielt.

Vor diesem Hintergrund ,der Opposition achtet die Frau von Harburg darauf,von allen; die sie umgeben, geschaetzt zu werden, wobei das Einvernehmen mit ihrem Mann die Lage erleichtert.

Die Arbeiten am Schloss von Celle haben begonnen,Eléonore moechte den modischen Stil aus Frankreich beruecksichtigt wissen.Handwerker, Gaertner(sie erst hat den Spargel in Deutschland eingefuehrt) Kuenstler aller Gattungen

werden beauftragt oder frequentieren den Hof von Braunschweig,ebenso

Genies wie Leibnitz.

1674 stirbt ihr zweiter Bruder, Charles. Er hinterlaesst keine Nachkommen.

Wenn man sich die Stellung von Sophie-Dorothea vergegenwaertigen moechte kommt man zu folgendem Ergebnis:

Eléonore ist nicht die legitime Ehefrau des Herzogs,ihre Tochter also auch nicht Prinzessin, ihre Zukunft ist ungewiss, welche Heirat koennten sie eingehen? Wie kann man ihre Interessen schuetzen angesichts des geschlossenen Vertrags zwischen dem Herzog von Braunschweig und seinem Bruder Ernst August? Dies ist sicher ein Teil der Motivitation, die den Herzog dazu veranlasst 1676 seine Heirat mit Léonore von Olbreuse oeffentlich zu machen. Der Koenig von Frankreich wie auch die europaeischen Hoefe werden umgehend informiert. Der Herzog und die Herzogin erwarten ein Kind. Wenn es sich um einen Sohn handelt, wird erHerzog von Braunschweig und Celle: Es ist ein Maedchen. Sie erleidet zwei Fehlgeburten.

Die Tatsache der Geburt eines Maedchens schwaecht die Position des Herzogs gegenueber seinem Bruder enorm.

Sophie von Hanover fordert mit aller Kraft die Unterstuetzung des Ministers von Celle, der Eléonore gegenueber feindlich eingestellt ist.

Ohne U nterlass sucht Eléonore nach Verbindungen, die ihrer Tochter wuerdig sind.

Sophie-Dorothea wird imAlter von 8 Jahren mit einem 16 jaehrigen Prinzen ihres Standes verlobt,der aber im Dienst der kaiserlichen Armee stirbt ; andere Verbindungen studieren wie der Prinz von Nassau .

Sophie Stuart bringt nun ihren Sohn Georg Ludwig ins Spiel. Es folgen Vertraege,Verhandlungen, Staatsgruende, die schliesslich auch Léonore zufriedenstellen, waehrend ihr Mann laengst einverstanden war:

Die Sache ist geklaert, die schnell beschlossene Heirat findet 1682statt zwischen der Prinzessin Sophie-Dorothea,16 Jahre alt,ziemlich huebsch,und wohl erzogen und

Ihrem direkten Vetter Georg Ludwig; 22 Jahre alt,tapfer auf dem Schlachtfeld;aber geistig borniert, vollstaendig ignorant, rechthaberisch und uebel.

Zwei Kinder gehen aus dieser Ehe hervor: Georg-Augustin 1683 und Sophie-Dorothea 1687

Weil sie ihrem Mann vertraut, nimmt Eléonore an den Geschaeften des Herzogtums teil, Sie korrespondiert direkt mit dem Koenig von Frankreich, der sie “meine Cousine” nennt, weil sie die offizielle Gattin eines Reichsprinzen darstellt, vielleicht aber auch weil sie die Schwaegerin einer Verwandten von Madame de Maintenon ist, die sich heimlich mit dem Koenig von Frankreich 1683 nach dem Tod der Koenigin verheiratet hat.

Wir sind nun im Jahr 1685, die Widerrufung des Edikts von Nantes ist verkuendet,die Herzogin vonCelle empfaengt die aus Frankreich ausgewanderten Hugenotten, bald 10% der Gesamtbevoelkerung.

Die Stadtplanung vergroessert sich un d wird modernisiert.

Eléonore erhaelt von ihrem Mann die Erlaubnis ein Hilfsprojekt zu starten fueralle Leute, seien es Handwerker oder talentierte Kaufleute, eine reformierte Kirche zu eroeffnen, ohne dass man sie von aussen erkennt ( sie existiert immer noch),ein franzoesisches Theater wird am Hof von Braunschweig geschaffen.

Waehrenddessen schickt Ludwig der XIV. Botschafter an den Hof von Zelle um ein Buendnis gegen Wilhelm von Oranien auszuhandeln. Der Herzog willigt nicht ein, auch nicht als die Bedrohung staerker wird und der Koenig 1686

Monsieur de Beaucoeur, den franzoesischen Interessensvertreter von Madame d’ Olbreuse einsperren laesst.

Auf die Forderungen des Herzogs sich weiter auszubreiten antwortet ihm der Koenig, dies nur zu seinen Bedingungen zu erfuellen, es folgen weitere Traktate.

In Olbreuse erhaelt AlexanderIII von Olbreuse gleichzeitig den Befehl, sich an den Hof von Paris zu begeben und dort auf einen neuen Befehl zu warten.

Dann, im Januar 1686 ist seine Frau, Madame d’Olbreuse gezwungen; die im Schloss untergebrachten Fluechtlinge fortzuschicken; darunter auch Jean Migault, der eine kurze Weile Unterschlupf in den Kellern vonOlbreuse gefunden hat. Madame d’Olbreuse ist die Tochter von Saint Hermine und die Cousine von Madame de Maintenon.

1688 signalisiert der Herzog dem Koenig” das ein Prinz, der nicht Wort haelt, sich nur dadurch zu helfen weiss; indem er einen anderen Herren sucht”.

Durch die Vermittlung des Monsieur de Bourgeauville, franzoesischer Minister von Celle, wird die Lage ziemlich schwierig.

Madame d’Olbreuse schuetzt weiterhin die Protestanten waehrend ihrer Herrschaft und Emigranten,die in Schwierigkeiten sind und an ihrem Hof leben. Sie verliert im gleichen Jahr ihre Schwester Angélique und im darauf folgenden Jahr ihren letzten Bruder Alexander: Keiner hinterlaesst Erben;alles fliesst in das Vermoegen von Olbreuse.

In der gleichen Zeit knuepft Sophie Dorothea, die schlecht verheiratet ist, ungluecklich, widerspenstig ihrer Schwiegermutter gegenueber,eine Beziehung zu dem Grafen Philipp von Koenigsmarck. Diese Verbindung verdoppelt sich durch eine Brieffreundschaft, die fuer beide” Liebenden “fatal sein wird.

La Platen, Maitresse von Ernst-August, dem Herzog von Hanover seit dem Tod seines Bruders, hat Wind davon bekommen, dass junge Leute die Flucht von Sophie Dorothea planen. Sie plant das Komplott: Im Juli 1694 wird Koenigsmarck ermordet, bevor er die Wohnung von Sophie-Dorothea erreicht. Seinen Leichnam findet man nicht und Sophie- Dorothea wird fuer immer eingesperrt in der Festung von Aldhen.

Von diesem Augenblick an verliert Eléonore immer mehr an Einfluss auf ihren Mann, der mehr mit den Belangen der Dynastie und seiner Herkunft beschaeftigt ist als mit dem Schicksal seiner Tochter, die er ohnehin fuer schuldig haelt. Die Herzogin kuemmert sich ausschliesslich um die Unterstuetzung der Protestanten in Zelle und in Frankreich.

1702 werden die Besitztuemer von Eléonore durch den Koenig konfisziert: Erst 1707 werden sie ihr zurueckgegeben, zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes und nachdem sie Celle verlassen und ihren Wohnsitz als Prinzessin von Luxemburg eingenommen hat.

Der letzte Herzog von Braunschweig verschwindet und mit ihm das Herzogtum, das in das von Hanover aufgeht. Georg Ludwig von Hanover uebernmmt die Staatsfuehrung . (Der Ehevertrag sieht die totale Abhaengigkeit seiner Frau von ihm vor)

Eléonore lebt bis1722. Sie sieht ihre Tochter einige Male wieder, immer mit der Erlaubnis von Georg Ludwig, der unter dem NamenGeorg I.Koenig von England geworden ist.

Sie wird ohne jegliche Zeremonie begraben, so wie sie es in ihrem Testament vorgesehen hat. In der Kirche von Celle gibt es auch kein Standbild von ihr, auch nicht an der Seite ihres Mannes: Er, der vor ihr gestorben ist und der letzte Repraesentant einer langen Ahnenreihe, es gibt also keinen Grund sich an sie zu erinnern.

Die beiden Enkelkinder warden er Georg II. von England und sie durch Heirat Koenigin von Preussen.

Die Abstammung von Eléonore von Olbreuse fuehrt dazu, dass die Dynastien aller gekroenten Haeupter in Europa auf sie zurueckzufuehren sind, darunter noch der Koenig von Belgien, Griechenland……

Unter diesem Aspekt hat sie den Namen Grossmutter Europas bekommen; nachdem sie, wie Voltaire behauptet, alle Liebenswuerdigkeiten ihres Landes nach Deutschland gebracht hat.

 

 



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